Mittwoch, 19. Juli 2017

Enjoy my 3rd Story translated in Spanish :La silenciosa protesta de un búlgaro en Zúrich

La silenciosa protesta de un búlgaro en Zúrich

Estaba arto de Zúrich.

Esos satisfechos rostros de Bellevue, los hombres de traje en la calle Bahnhofstrasse, esas chicas elegantes del Grieder, que eran demasiado bonitas como para hablarles. Para mí, la ciudad ofrecía la imagen ideal de una perfección aparente y una actitud de “desearía ser feliz”. Nadie podía convencerme de que el consumo pudiera hacer feliz a la gente.

Fui a una fiesta. Era, según el decir, una de las mejores fiestas de la ciudad y tenía lugar en uno de los hoteles más caros del Zúrich Berg. En la entrada estacionaban limusinas. Fotografías de Sylvester Stallone colgaban en las paredes del vestíbulo. El suelo estaba cubierto con una gruesa alfombra persa. La fiesta era muy aburrida. Más del 90% de los participantes se habían sometido a severas cirugías plásticas que pretendían expresar belleza y juventud. Sus acompañantes eran estirado y poco comunicativos.

Había llegado el momento de levantarse en protesta. Sin vulgaridades o peleas, obviamente, pero en silencio y con estilo, como corresponde a un culto graduado búlgaro. Fui a la barra, donde se encontraban muchas mujeres muy maquilladas. Todas rondaban los 50 años de edad, aunque deseaban aparentar 25. Sus acompañantes también estaban allí. Elegantes caballeros, bien cuidados y bien peinados que olían a esencias finas. La música estaba muy alta. El ambiente era de juerga. Me senté entre ellos y eché un fuerte y silencioso hedor. Un pedo balcánico real del grupo de escuadrones de la muerte. El hedor se expandió rápidamente. Las mujeres se inquietaron y comenzaron a mirarse una a otras.

Ese era el momento preciso de poner las cosas en claro. Fruncí el ceño y con repulsión miré a la dama de mi izquierda y luego a la dama a mi derecha durante tres a cinco segundos. Ambas estaban involucradas en mi opinión por igual a este desaguisado ocurrido en el elegante complejo hotelero. Entonces sacudí la cabeza, me levanté consternado y desaparecí en la pista de baile.

translated by Mario Asef

Samstag, 8. Juli 2017

ALI



Ali

Ali kam aus der Türkei nach Deutschland, als er sechs Jahre alt war. Am Anfang war es für ihn ein Schock. Ein neues Land, in dem die Sonne nicht so oft zu sehen war. Eine neue Sprache, die total komisch klang und in der alle Kinder in der Schule sprachen. Es dauerte einige Jahre, bis er sich zurecht gefunden hatte. Seitdem war seine oberste Priorität, sich zu verständigen und sich zu integrieren. Er wollte, dass seine Eltern stolz auf ihn waren. Er wollte, dass seine Lehrer ihn bewunderten und seine deutschen Mitschüler neidisch auf seine Leistungen waren. So schloss er zunächst das Gymnasium mit Bestnote ab und absolvierte im Anschluss ein BWL-Studium mit Prädikatsexamen.

Als er danach merkte, dass ihn in einer Bank zu arbeiten nicht erfüllte, eröffnete er ein Restaurant. Die Gaststätte lag im Zentrum Berlins und war von gehobener Kategorie. Ali beschäftigte einen Sterne Koch, damit seine Gäste zufrieden und bereit waren, die hohen Preise für die Gerichte zu zahlen.
Ali verkehrte in der feinen deutschen Gesellschaft und vermied eher den Kontakt zu seinen Landsleuten.

„Alles Gauner und Möchte-gern-Millionäre“, pflegte er über die Türken zu sagen.
Eine Ausnahme waren seine Eltern, mit denen er engen Kontakt pflegte. Ali kümmerte sich um sie und unterstützte sie auch finanziell.
Ich traf Ali im VIP-Bereich des Olympiastadions bei der Fußball- Weltmeisterschaft.  Die Chemie zwischen uns stimmte. Er lud mich zum Essen in sein Restaurant ein. Zu den Gästen gehörten namhafte deutsche Schauspieler, Rechtsanwälte, Sänger und Ärzte.

Wir diskutierten, wie man sich in Berlin fit halten konnte und er nahm mich mit, um mir seinen Fitness-Club am Gendarmenmarkt zu zeigen.
Das war eine schöne Anlage und man fühlte sich dort sofort gut aufgehoben. Eine hübsche Blondine begrüßte uns hinter der Rezeption. In der oberen Etage gab es viele Sportgeräte und eine Menge gepflegter Menschen, die dort trainierten.
Während man trainierte, konnte man sich über das Wetter in den kommenden Tagen informieren sowie mehr über sein persönliches Horoskop und die letzten Nachrichten von riesigen Bildschirmen erfahren. Nach dem Training begaben wir uns ins Untergeschoß. Dort gab es ein Dampfbad, eine Sauna, ein kleines Schwimmbad und einen Whirlpool. 

Alles war sauber und gepflegt. Ich saß mit Ali im Whirlpool und hörte, wie sich drei gepflegte Herren unterhielten.
„Ich habe gestern meinen 250. Flug absolviert. Es war eine herrliche Sicht auf Berlin“, sagte der eine.
„Du musst echt aufpassen: zwischen dem 250. und 300. Flug kommt es zu ersten Abstürzen. Ich habe gerade den Flug Nr. 500 absolviert und weiß genau, wovon ich spreche“, fügte der zweite hinzu.
„Ich ziehe es deswegen vor, meinen Maserati zu fahren, als in diese kleinen Maschinen einzusteigen und dem Wind ausgeliefert zu sein“, mischte sich der Dritte ein.
Ali und ich hörten aufmerksam zu. 
„Verzeihen Sie, meine Herren, gibt es im Untergeschoß dieses Clubs eine Toilette oder musstet ihr auch im Whirlpool pinkeln?“, fragte Ali deutlich in die Runde.
Plötzlich war es still im Whirlpool. Die Herren mit den privaten Fliegern und Maserati verließen schnell das Becken. Ali und ich konnten uns ausstrecken und das warme, sprudelnde Wasser genießen.
„Komschu, das war Spaß, oder?“, fragte ich Ali.
Er spürte in meiner Stimme die Angst vor seiner Antwort und zwinkerte mir zu.